AGB der Aporize UG (haftungsbeschränkt)
§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der Aporize UG (haftungsbeschränkt), Bohlwiese 44, 30855 Langenhagen, (nachfolgend „Aporize“) und ihren Kunden (nachfolgend „Kunde“).
Das Angebot von Aporize richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, insbesondere Apotheken. Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen.
Abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur, wenn Aporize ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.
§ 2 Leistungen und Rolle von Aporize
Aporize vermittelt digitale Dienstleistungen für Apotheken, zum Beispiel Schulungen, Betreuung von Google Ads, Einrichtung und Pflege des Google-Unternehmensprofils sowie weitere Online-Marketing-Leistungen. Die Leistungen werden von spezialisierten Dienstleistern (nachfolgend „Dienstleister“) erbracht.
Modell A – Angebot und Rechnung durch Aporize: Erstellt Aporize das Angebot und stellt die Rechnung, kommt der Vertrag zwischen dem Kunden und Aporize zustande. Aporize setzt zur Erfüllung Dienstleister als Subunternehmer ein und vergütet diese selbst. Der Kunde zahlt ausschließlich an Aporize.
Modell B – Angebot und Rechnung durch den Dienstleister: Erstellt der Dienstleister das Angebot und stellt er die Rechnung direkt an den Kunden, kommt der Vertrag ausschließlich zwischen dem Kunden und dem Dienstleister zustande. Aporize ist in diesem Fall nur Vermittler und nicht Vertragspartner. Für diesen Vertrag gelten die Bedingungen des Dienstleisters; Aporize schuldet weder die Leistung noch deren Erfolg.
Welches Modell gilt, ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot: Maßgeblich ist, wer als Anbieter im Angebot genannt ist.
Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot.
§ 3 Vertragsschluss
Angebote von Aporize sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet sind. Sie gelten 30 Tage ab Angebotsdatum.
Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde das Angebot schriftlich oder in Textform (z. B. per E-Mail) annimmt oder Aporize nach Auftragseingang mit der Leistung beginnt.
Änderungen und Ergänzungen des Leistungsumfangs bedürfen der Textform.
§ 4 Preise und Zahlung
Es gelten die im Angebot genannten Preise. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Rechnungen von Aporize sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zu zahlen, sofern im Angebot nichts anderes vereinbart ist.
Bei laufenden Leistungen (z. B. monatliche Betreuung) wird monatlich im Voraus abgerechnet. Schulungen werden nach Durchführung abgerechnet, sofern nichts anderes vereinbart ist.
Kosten Dritter sind nicht im Preis enthalten, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Das gilt insbesondere für das Werbebudget bei Google Ads, das der Kunde direkt an Google zahlt.
Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, kann Aporize die weitere Leistung bis zum Ausgleich der offenen Beträge zurückhalten. Die gesetzlichen Verzugsregeln bleiben unberührt.
§ 5 Mitwirkung des Kunden
Der Kunde stellt alle für die Leistung nötigen Informationen, Inhalte, Zugänge (z. B. zu Google-Konten) und Freigaben rechtzeitig zur Verfügung.
Der Kunde ist für die von ihm gelieferten oder freigegebenen Inhalte verantwortlich. Das gilt insbesondere für die Einhaltung des Heilmittelwerbegesetzes (HWG), des Apothekenrechts, der Berufsordnung sowie für Bild- und Markenrechte.
Verzögerungen, die durch fehlende Mitwirkung des Kunden entstehen, gehen nicht zulasten von Aporize. Vereinbarte Fristen verlängern sich entsprechend.
§ 6 Plattformen Dritter und Erfolg
Viele Leistungen betreffen Plattformen Dritter, insbesondere Google. Für diese gelten zusätzlich deren Nutzungsbedingungen und Richtlinien. Auf Änderungen, Ausfälle, Sperrungen oder Ablehnungen durch diese Plattformen hat Aporize keinen Einfluss.
Aporize schuldet eine fachgerechte Durchführung, aber keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg, etwa bestimmte Platzierungen, Klickzahlen, Bewertungen oder Umsatzsteigerungen.
§ 7 Schulungen
Schulungstermine werden individuell vereinbart. Schulungen können vor Ort oder online stattfinden.
Sagt der Kunde einen vereinbarten Termin ab, gilt: bis 14 Tage vorher kostenfrei; danach bis 3 Tage vorher 50 % des vereinbarten Preises; bei späterer Absage oder Nichterscheinen 100 %. Ein Ersatztermin kann statt der Ausfallgebühr vereinbart werden.
Fällt eine Schulung aus Gründen aus, die Aporize oder der Dienstleister zu vertreten hat (z. B. Krankheit des Referenten), wird ein Ersatztermin angeboten. Weitergehende Ansprüche bestehen nicht.
Schulungsunterlagen dürfen nur für interne Zwecke der Apotheke genutzt und nicht an Dritte weitergegeben werden.
§ 8 Haftung
Aporize haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, auf deren Erfüllung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
Im Modell B (§ 2 Abs. 3) haftet Aporize nur für eine sorgfältige Vermittlung, nicht für die Leistung des Dienstleisters.
Aporize haftet nicht für Folgen, die auf vom Kunden gelieferten oder freigegebenen Inhalten beruhen. Der Kunde stellt Aporize insoweit von Ansprüchen Dritter frei.
§ 9 Laufzeit und Kündigung
Einmalige Leistungen (z. B. eine Schulung oder die Einrichtung eines Google-Unternehmensprofils) enden mit ihrer Erbringung.
Laufende Leistungen haben die im Angebot genannte Mindestlaufzeit. Ist keine genannt, können beide Seiten mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündigen.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Kündigungen bedürfen der Textform.
§ 10 Datenschutz und Vertraulichkeit
Beide Seiten behandeln alle vertraulichen Informationen der jeweils anderen Seite vertraulich. Das gilt auch nach Vertragsende.
Aporize verarbeitet personenbezogene Daten gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Soweit Aporize oder ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Beteiligten einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.
Aporize gibt Daten des Kunden nur an Dienstleister weiter, soweit dies für die Erbringung der Leistung nötig ist.
Aporize darf den Kunden als Referenz nennen, sofern der Kunde dem nicht widerspricht.
§ 11 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist der Sitz von Aporize, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Stand: 01.2026